Warum so viele Freundschaften verschwinden, wenn man Mutter wird

Weniger Schlaf. Mehr Verantwortung. Mehr Organisation.

Viele Frauen denken, mit der Geburt eines Kindes verändert sich vor allem ihr Alltag.

Und am Anfang ist da plötzlich eine Welle aus Aufmerksamkeit. Alle wollen das Baby sehen. Das Handy vibriert ständig. Nachrichten von Freunden, Bekannten, entfernten Bekannten. Herzlichen Glückwunsch. Wie geht es euch? Schick doch mal ein Foto. Wann dürfen wir euch besuchen?

Es ist diese kurze Phase, in der sich alles ein bisschen wie ein großes Ereignis anfühlt. Als würde die ganze Welt kurz an deiner Haustür stehen und einen Blick auf dieses neue kleine Leben werfen wollen.

Doch nach einigen Wochen wird es ruhiger. Die Besuche werden seltener. Die Nachrichten auch. Nicht abrupt, nicht dramatisch – eher so, wie sich Dinge manchmal einfach verlaufen.

Und irgendwann, vielleicht an einem ganz normalen Abend, scrollt man durch WhatsApp und merkt, dass die Chats mit manchen Menschen immer weiter nach unten gerutscht sind. Menschen, mit denen man früher täglich geschrieben hat. Menschen, die unbedingt das Baby sehen wollten.

Nicht weil etwas passiert wäre. Nicht weil jemand böse ist. Sondern weil das Leben plötzlich unterschiedliche Wege genommen hat.

Die unsichtbare Wand zwischen zwei Lebenswelten

Freundschaften funktionieren oft über gemeinsame Lebensphasen.

Schule. Studium. Job.
Man erlebt ähnliche Dinge, hat ähnliche Sorgen, ähnliche Freiheiten. Man versteht den Alltag des anderen fast automatisch, weil er dem eigenen ziemlich ähnlich ist.

Mit einem Kind verschiebt sich dieser Rhythmus allerdings plötzlich.

Viele Mütter beschreiben ein Gefühl, das schwer zu erklären ist: Man liebt seine Freundinnen noch genauso wie früher – und trotzdem lebt man auf einmal in zwei verschiedenen Welten.

Der Alltag einer Mutter sieht plötzlich oft so aus

Der Alltag kinderloser Freundinnen

Keine dieser Lebenswelten ist besser oder schlechter.

Aber sie folgen völlig unterschiedlichen Regeln.

Und genau dort entstehen manchmal diese leisen Risse in Freundschaften – nicht aus Bosheit, sondern weil sich Lebensrealitäten langsam voneinander entfernen.

Warum Freundschaften selten mit einem großen Streit enden

Die meisten Freundschaften verschwinden nicht durch Konflikte. Sie lösen sich eher auf wie ein Gespräch, das langsam ausklingt.

Erst antwortet jemand später. Dann verschiebt man ein Treffen. Dann merkt man plötzlich, dass Monate vergangen sind. Und irgendwann fühlt sich ein Wiedersehen seltsam an.

Manchmal liegt das nicht nur daran, dass sich Lebensrealitäten verändern.
Manchmal entstehen auch Gefühle, über die kaum jemand offen spricht.

Während eine Freundin mitten im Familienleben steht, kämpft die andere vielleicht mit einem unerfüllten Kinderwunsch. Oder mit der Frage, warum sie immer noch nicht den richtigen Partner gefunden hat, während scheinbar alle anderen längst angekommen sind. Oder sie kann mit Kindern generell einfach nichts anfangen.

Das sind Themen, über die viele Menschen nicht gerne reden, weil sie wehtun.

Und so kann es passieren, dass selbst gute Freundinnen sich plötzlich vorsichtiger begegnen. Gespräche werden kürzer. Bestimmte Themen meidet man. Vielleicht entsteht sogar ein leiser Neid – nicht aus Bosheit, sondern aus dem Wunsch heraus, selbst dort zu sein.

Freundschaften tragen manchmal auch diese stillen Spannungen in sich.

Und genau deshalb verschwinden manche Beziehungen nicht mit einem großen Streit – sondern einfach, weil beide Seiten merken, dass sich etwas verändert hat.

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Frage dich ehrlich:

  • Welche Freundschaften geben mir Energie?

  • Welche fühlen sich nur noch nach Pflicht an?

  • Welche Menschen vermisse ich wirklich?

Manchmal hilft es, Freundschaften nicht krampfhaft festzuhalten.

Sondern Raum zu lassen für neue Begegnungen.

Der Verlust einer Freundschaft kann erstaunlich weh tun.

Vielleicht gerade deshalb, weil es keinen klaren Moment gibt, an dem etwas wirklich „zu Ende“ ist. Keine Trennung, kein großes Gespräch, kein letzter Satz, der alles abschließt.

Es ist eher dieses leise Gefühl, das sich irgendwann einschleicht.
Dass man einmal sehr nah war. Dass es eine Zeit gab, in der man sich selbstverständlich alles erzählt hat – kleine Gedanken genauso wie große Entscheidungen.

Und plötzlich liegt diese Zeit irgendwie hinter einem.

Viele Frauen berichten sogar, dass der Verlust einer engen Freundin manchmal stärker schmerzt als das Ende einer Beziehung. Vielleicht weil Freundschaften oft über viele Jahre wachsen. Weil sie uns durch verschiedene Lebensphasen begleiten und dabei ein Stück unserer eigenen Geschichte werden.

Wenn so eine Verbindung langsam verschwindet, verliert man nicht nur einen Menschen aus seinem Alltag. Man verliert auch ein kleines Stück der gemeinsamen Vergangenheit.

Und vielleicht genau deshalb fühlt sich dieser Verlust manchmal so still und gleichzeitig so schwer an.

Neue Freundschaften entstehen langsamer – aber oft ehrlicher

Als Erwachsene entstehen Freundschaften anders als früher. Sie wachsen langsamer. Nicht mehr über tägliche Schulpausen oder lange Partynächte, sondern über kleine Begegnungen:

  • Gespräche auf dem Spielplatz

  • Elternabende

  • Sportkurse

  • zufällige Bekanntschaften

Und manchmal dauert es Jahre, bis aus einem Gespräch eine echte Freundschaft wird.

Aber wenn es passiert, ist sie oft erstaunlich stabil.

Good to know: Das passiert fast allen Müttern

Viele Frauen glauben in dieser Phase, mit ihnen stimme etwas nicht. Doch Studien und Erfahrungsberichte zeigen etwas anderes. Freundeskreise verändern sich in großen Lebensübergängen fast immer.

  • Elternschaft

  • Umzüge

  • neue Jobs

  • persönliche Entwicklung

Freundschaften sind nicht statisch.
Sie bewegen sich mit unserem Leben.

Manche bleiben. Manche verändern sich. Und manche gehen.

Am Ende entsteht Platz für etwas Neues, wenn du bereit bist

Der Verlust von Freundschaften fühlt sich selten gut an. Manchmal bleibt erst einmal eine Lücke. Gespräche fehlen, gemeinsame Rituale verschwinden und das Handy bleibt öfter still.

Gerade als Mutter kann sich diese Phase überraschend einsam anfühlen.

Doch Freundschaften verändern sich im Laufe eines Lebens immer wieder. Manche begleiten uns viele Jahre, andere nur eine bestimmte Lebensphase. Und manchmal braucht es genau diesen freien Raum, damit neue Menschen überhaupt Platz finden können.

Neue Freundschaften entstehen als Erwachsene oft leiser als früher – beim Sport, auf dem Spielplatz, im Kindergarten, in Kursen oder durch kleine Gespräche im Alltag.

Und vielleicht wird dein Freundeskreis irgendwann kleiner als früher.
Aber manchmal auch ehrlicher.

Denn oft reicht schon eine einzige Freundin, die wirklich versteht, wie dein Leben gerade aussieht.

Und wenn du gerade das Gefühl hast, dass diese Person noch fehlt, dann bedeutet das vielleicht einfach nur, dass diese Freundschaft noch auf dem Weg zu dir ist.

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Das Thema beschäftigt dich, sonst wärst du nicht hier. Ich bin ein Fan von offener Kommunikation. Wenn du immer das Gefühl hast, dass da ein Elefant im Raum steht, sei mutig und sprich es an. Nur so findest du die Klarheit.

Am Ende bleibt Veränderung selten angenehm, aber sie bringt uns dorthin, wo wir sonst nie hingekommen wären.

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Ich freue mich auf deine Meinung. Tüdelüü in pink. Kindergarten

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Nicky stellt sich vor Selfie

Ich bin eine selbstständige, verheiratete Zweifachmama.

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